Heimatmuseum Hornburg
... mehr als ein Museum

Aktuelles

Vorstandssitzungen
Der Vorstand des Förderkreises Heimatmuseum Hornburg e. V. trifft sich regelmäßig alle sechs Wochen zu einer Vorstandssitzung. Die nächste Sitzung findet am 09.07.2026, um 17:00 Uhr statt. Mitglieder des Förderkreises sind zu den Sitzungen herzlich willkommen.

 Veranstaltungen 2026

Auch im Jahr 2026 sind wieder Veranstaltungen im Hormburger Museum geplant:

14.02.2026; 15:00 Uhr

Jahreshauptversammlung

22.03.2026; 15:00 Uhr

Dia-Vortrag "Geschichte der Zonengrenzel" von Henning Meyer (Wiederholung vom 16.11.2025)

06.04.2026; 11:00 Uhr

Osterspaziergang

03.05.2026 - 28.06.2026

Ausstellung Marlies Schulz

19.07.2026 - 13.09.2026

Fotoausstellung Sabina Heinemeyer

11.10.2026 - 13.12.2026

Bäthmann-Ausstellung



Foto: Sabina Heinemeyer Foto: Sabina Heinemeyer


Zeitspuren – Fotografien zwischen Stille und Vergänglichkeit

Die Hornburger Museumsgalerie lädt zu einer besonderen Fotoausstellung ein: Unter dem Titel „Zeitspuren“ präsentiert Sabina Heinemeyer eindrucksvolle Fotografien sogenannter „Lost Places“. Ihre Bilder führen in verlassene Gebäude voller Geschichte und schaffen eine besondere Atmosphäre zwischen Stille, Erinnerung und Vergänglichkeit.

Sabina Heinemeyer stammt aus Nienburg/Weser, lebt seit 1988 in Wolfenbüttel und fotografiert seit dieser Zeit. Lag ihr Schwerpunkt zunächst auf der Natur- und Landschaftsfotografie, entdeckte sie 2010 ihre Leidenschaft für die Fotografie verlassener Orte, als sie mit einem befreundeten Fotografen eine Industrieruine in Sachsen-Anhalt erkundete.

Diese faszinierende Stimmung gab den Impuls zu zahlreichen Fototouren in die neuen Bundesländer, insbesondere nach Sachsen-Anhalt, aber auch nach Belgien, Frankreich und Luxemburg.
Die Fotografien dieser Ausstellung entstanden unter anderem in ehemaligen Industriebetrieben, Pflegeheimen, Sanatorien und Herrenhäusern. Sie laden dazu ein, in eine Welt der Stille, des Verfalls und der Vergänglichkeit einzutauchen.

Foto: Sabina Heinemeyer Foto: Sabina Heinemeyer


Foto: Sabina Heinemeyer Foto: Sabina Heinemeyer


Foto: Sabina Heinemeyer Foto: Sabina Heinemeyer


Jedes Bild erzählt seine eigene Geschichte und eröffnet einen ganz persönlichen Blick auf Orte, die längst verlassen wurden.

Freuen Sie sich auf die Ausstellung der Werke von Sabina Heinemeyer in der Hornburger Museumsgalerie. Die Vernissage findet am Sonntag, den 19. Juli 2026, um 15:30 Uhr statt. Die Ausstellung ist bis zum 13. September 2026 während der Öffnungszeiten des Museums zu sehen.

Das Heimatmuseum Hornburg ist für alle Besucher regelmäßig von Donnerstag bis Sonntag jeweils von 14:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Das Biedermeierhaus öffnet an Sonn- und Feiertagen von 14:00 bis 16:00 Uhr seine Türen. Kurzfristige Änderungen sind möglich.

Ein Name hat wieder ein Gesicht – Ergänzung der Gedenktafel im Heimatmuseum Hornburg

Gedenktafel der gefallenen und vermissten Soldaten im 2. Weltkrieg Gedenktafel der gefallenen und vermissten Soldaten im 2. Weltkrieg; Foto: Jörg Meyer

Viele Besucherinnen und Besucher des Heimatmuseums Hornburg, vor allem aus der Stadt selbst, verweilen beim Rundgang auch vor der Gedenktafel für die gefallenen und vermissten Soldaten des Zweiten Weltkriegs. Auf ihr finden sich nahezu alle Hornburger Familiennamen wieder. Von einigen dieser Männer besaßen die Angehörigen jedoch kein einziges Foto, das in die Tafel eingearbeitet werden konnte. So sind bei 36 Gefallenen und Vermissten lediglich die Namen – bei einigen auch nur das Sterbedatum – vermerkt.

Dennoch sind viele dieser Menschen bis heute nicht vergessen. Vor einigen Wochen besuchte ein Gast das Museum und brachte ein Foto seines gefallenen Onkels mit. Er bat darum, dieses Bild in die Gedenktafel einzufügen. Im Oktober konnte dieser Wunsch erfüllt werden: Die Hornburger Restauratorin Anja Stadler erklärte sich spontan bereit, die Tafel zu öffnen und das Foto fachgerecht einzusetzen.

Restauratorin Anja Stadler setzt das Bild in die Gedektafel Restauratorin Anja Stadler setzt das Bild in die Gedektafel; Foto: Jörg Meyer

So hat – 80 Jahre nach Kriegsende – der Name Bruno Neumann endlich wieder ein Gesicht bekommen.

Vielleicht gibt es noch weitere Fotos zu den Namen auf der Gedenktafel. Das Museum würde sich sehr freuen, dieses bedeutende Erinnerungsstück gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern weiter vervollständigen zu können.

Die Gedenktafel im Heimatmuseum Hornburg ist nicht nur ein Ort des Gedenkens an die vielen Gefallenen und Vermissten unserer Stadt, sondern zugleich eine Mahnung an die nachfolgenden Generationen: Nie wieder darf es Krieg geben. Leider haben die Mächtigen der Welt aus den großen Kriegen der Vergangenheit wenig gelernt.

Bundespräsident Richard von Weizsäcker hat es einst treffend formuliert:
„Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.“

Das Heimatmuseum dankt Frau Anja Stadler herzlich für ihre Arbeit und Herrn Rolf Naue für die Überlassung des Fotos.

Besuchen Sie das Heimatmuseum Hornburg gern während der Öffnungszeiten – donnerstags bis sonntags von 14 bis 16 Uhr, auch am Volkstrauertag, dem 16. November.