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m Jahre 1005 wurde Papst Clemens II. als zweiter Sohn des sächsischen Edlen Conrad in Hornburg geboren.
Er wurde auf den Namen Suidger 1) (sprich switger) getauft. Seine Mutter hieß Amulrad. Sie war die Schwester des Erzbischofs Walthard von Magdeburg. Suidger galt als außerordentlich begabt. In Halberstadt empfing er die heilige Priesterweihe. Als Kaplan des Erzbischofs Hermann von Hamburg- Bremen traf Suidger erstmals mit Kaiser Konrad II. zusammen, der ihn 1035 zum königlichen Kaplan ernannte. Das war eine hohe Auszeichnung für den jungen Geistlichen aus Hornburg.

Als Kaiser Konrad 1039 starb, übernahm König Heinrich III. Suidger ebenfalls als Kaplan. Suidger wurde engster Berater des Königs und blieb dies auch, als er am
8. September des Jahres 1040 zum Bischof von Bamberg gewählt wurde. 1041 gründete Suidger das Benediktinerkloster Theres am Main, westlich von Bamberg.

Als König Heinrich III.1046 zum Romzug aufrief, war auch Suidger dabei.

Am 20. Dez. erreichte das Heer Sutri. Dort fand eine Synode statt, auf der zwei der drei widerrechtlich amtierenden Päpste, Gregor VI. und Silvester 11., abgesetzt wurden. Am 23. Dez. wurde auch Benedikt IX., der in Sutri nicht erschienen war, abgesetzt.

Alle drei Päpste hatten mit Hilfe einflussreicher römischer Adelsfamilien ihr Amt käuflich erworben.

Nach der Absetzung war der Weg frei für einen würdigen Papst. Auf Vorschlag König Heinrichs III. wählten Volk und Klerus von Rom am Heiligen Abend des Jahres 1046 unsern Hornburger Suidger zum Papst, er nahm den Namen Clemens II. ²)  an.

Am 1. Weihnachtstag wurde er feierlich zum Papst gekrönt. Seine erste Amtshandlung unmittelbar danach war die Krönung Heinrich III. zum römischen Kaiser und dessen Frau Agnes zur Kaiserin.

Bereits für Januar 1047 berief Clemens II. eine Synode ein, bei der er Gesetze gegen die Simonie (Kauf geistlicher Ämter) erließ. Mit Eifer und Umsicht leitete er die Reform der Kirche ein, schaffte sich damit aber vor allem beim römischen Adel viele Feinde.

Auf einer Reise, die er im September 1047 unternahm, um Petrus Damiani, den wortgewaltigen Prediger gegen die römische Verderbnis aufzusuchen, wurde der Papst plötzlich von tödlichem Fieber befallen. Er hatte sein Ziel nicht mehr erreicht. Am 9. Oktober 1047 starb er von seinem Widersachern vergiftet - im St. Thomas-Kloster in Montelabbate3) bei Pesaro an der Adriaküste. Nur unter großen Schwierigkeiten, teilweise auf Schleichwegen, gelang es den Getreuen, den Toten durch Italien und über unwegsame Alpenpässe nach Deutschland zu bringen. Im Dom zu Bamberg wurde ihm ein prunkvolles Grab bereitet.

Aus einem Bericht der Graböffnung im Jahre 1731 wissen wir, dass Clemens II. ein außergewöhnlich großer Mann gewesen ist. Die Länge seines Leichnams wurde mit 6 Schuh, 3 Zoll angegeben. Sein Haar war rotblond. Bei einer weiteren Graböffnung am 3. Juni 1942 barg man die kostbaren Seidengewänder und Grabbeilagen. Nach der aufwändigen Restaurierung gehören diese ältesten Papstgewänder der Welt zu den größten Kostbarkeiten, über die die Christenheit verfügt. Sie werden in klimatisierten, alarmgesicherten Räumen im Bamberger Diözesanmuseum aufbewahrt.

1) Suidger, angelsächsischer Name, der .Starke"
2) Clemens (lat.), der "Milde" bzw. ,Sanftmütige" - C1emens I., 88-97
3) Montelabbate und Hornburg haben seit 1980 freundschaftliche Beziehungen

Aus Anlass des 960. Todestages vom Papst Clemens II findet vom 09.10.2007 bis zum 31.01.2008 eine Sonderausstellung im Papst-Clemens-Gedächtnisraum statt. Aufgrund der guten und freundschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Diözesanmuseum Bamberg wurden für diesen Zeitraum erneut Leihgaben aus Bamberg zur Verfügung gestellt.

Einweihung des Papst-Clemens-Gedchtnisraumes im Heimatmuseum Hornburg am 15.06.1973;
v.l.n.r. Bischof Heinrich Maria Janssen, Fritz Sengpiel, Pfarrer Weiß.

Erinnerungen an Papst Clemens II
zum 960. Todestag

Exponate aus dem Diözesanmuseum Bamberg
im Papst-Clemens II.-Gedächtnisraum

 


Delegation aus Hornburg fährt nach Bamberg und bringt Exponate zurück

 


um 960. Todestag von Papst Clemens II am
09.10.2007 hat es das Diözesanmuseum Bamberg ermöglicht, dass im Heimatmuseum Hornburg zum zweiten Mal Exponate aus Bamberg gezeigt werden konnten. Es handelte sich um das Agnus Dei, den Reisekelch von Papst Clemens II, zwei Seidenkreuze vom Pallium und die rotblonden Locken von Papst Clemens II. Die Ausstellung war vom 09.10.2007 bis zum 31.01.2008 zu sehen.

Der Leihvertrag über das Ausleihen der Exponate aus dem Diözesanmuseum Bamberg war abgelaufen und die Exponate mussten nach Bamberg zurück.

Die Delegation, bestehend aus Bürgermeisterin Küchler, Stadtdirektor Memmert, dem 1. Vorsitzenden des Heimatmuseums, Horst Hammer und der Geschäftsführerin Karin Körner, begab sich am 08.02.2008 auf den Weg, um die Exponate wieder in Bamberg abzuliefern.

Domkapitular Luitger Göller begrüßte die Gruppe aus Hornburg und führte diese persönlich zum Papstgrab.

Nach einem Rundgang durch Bamberg verabschiedete sich die Gruppe und sprach für Herrn Domkapitular Göller eine Einladung zu einem Besuch nach Hornburg aus, der wahrscheinlich im Laufe dieses Jahres stattfinden wird.

Es besteht die Absicht, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Diözesanmuseum und dem Heimatmuseum Hornburg weiter zu festigen.
 

Ein neuer Flyer ist da:      “ Erinnerung an Papst Clemens II “
 

Zum Gedenken an den größten Sohn Hornburgs befindet sich im Heimatmuseum der Papst-Clemens-Gedächtnisraum.

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09. und 10. Oktober 2010
Erinnerungen an Papst Clemens II





m Jahr 1005 wurde Papst Clemens II als zweiter Sohne von Conrad de Maresleve et Horneburch in Hornburg geboren. Gestorben ist er am 09. Oktober 1047 auf päpstlicher Dienstreise in Montelabbate in Italien. Papst Clemens II ist der einzige Papst, der nördlich der Alpen beigesetzt ist, und zwar in Bamberg.

Zum Gedenken an den großen Sohn Hornburgs fanden am 09. und 10. Oktober 2010 Veranstaltungen unter dem Motto „Erinnerungen an Papst Clemens II statt.

Am 09. Oktober begann nach einem ökumenischen Gottesdienst in der Clemenskirche die Eröffnung der Fotoausstellung von Pastor Ulrich Schmalstieg mit dem Titel nach einem Zitat von Papst Clemens II „Bamberg – meine mir angetraute Braut“ statt. Dazu konnten viele Besucher aus nach und fern im Heimatmuseum begrüßt werden.

Höhepunkt am 10. Oktober war eine Führung von Stadtdirektor Andreas Memmert in der Clemenskirche und im Papst Clemens Gedächtnisraum im Heimatmuseum Hornburg. Danach fand am Nachmittag der Vortrag von Dr. Dieter Matthes „Die Heiratsurkunde von Kaiserin Theophanu vom 14. April 972“ statt, zu dem ebenfalls zahlreiche Besucher begrüßt werden konnten.

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Letzte Änderung: 11.03.2017 |

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